Frustrierter Vater am Schreibtisch mit abgelaufenen Reisepässen seiner Kinder vor dem Laptop

Kinderreisepass-Abschaffung 2024: Was Eltern jetzt tun müssen, wenn sie in den Urlaub wollen

07. April 2026 • Terminli Redaktion • 9 Min. Lesezeit
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Kinderreisepass-Abschaffung 2024: Was Eltern jetzt tun müssen, wenn sie in den Urlaub wollen

Die Vorfreude auf den Sommerurlaub ist bei vielen Familien riesig. Die Koffer werden gedanklich schon gepackt, die Flüge und Hotels sind gebucht und die Ausflüge geplant. Doch eine kleine, oft übersehene gesetzliche Neuerung aus dem Januar 2024 könnte zahlreiche Familien kurz vor dem Abflug in ernsthafte Schwierigkeiten bringen: Die plötzliche Kinderreisepass-Abschaffung. Seit Jahresbeginn können die beliebten, schnell ausgestellten Dokumente in einer rosanen Hülle nicht mehr neu beantragt oder verlängert werden. Wer jetzt mit Säuglingen, Kleinkindern oder Heranwachsenden ins europäische Ausland oder gar in die Ferne reisen möchte, benötigt neue offizielle Ausweisdokumente für den Nachwuchs.

Was bedeutet das konkret für Familien, die kurzfristig in die Reiseplanung starten wollen? Welche Reisedokumente müssen ab sofort beantragt werden, welche Kosten kommen auf Eltern zu und was ist mit der Bearbeitungszeit? Vor allem jedoch: Wie sichern Sie sich trotz monatelanger Wartezeiten in den deutschen Bürgerbüros rechtzeitig einen lebensrettenden Termin auf dem Amt? In diesem ausführlichen Ratgeber zeigen wir Ihnen genau, worauf es nach der Kinderreisepass-Abschaffung ankommt und wie Sie den Familienurlaub stressfrei retten.

Die Kinderreisepass-Abschaffung 2024: Was hat sich rechtlich geändert?

Bis Ende 2023 war der Kinderreisepass ein absoluter Dauerbrenner bei Familien. Der große Vorteil lag in seiner unbürokratischen Ausstellung: Er wurde im Bürgerbüro direkt vor Ort bearbeitet, bedruckt und die Eltern konnten ihn sofort mit nach Hause nehmen. Das Dokument reichte für die meisten Urlaubsziele rund um das Mittelmeer und in Nordafrika vollkommen aus.

Doch damit ist jetzt Schluss. Auf Beschluss der Bundesregierung wird der Kinderreisepass seit dem 1. Januar 2024 offiziell nicht mehr ausgestellt. Auch bestehende, ablaufende Pässe können nicht länger verlängert oder mit neuen Lichtbildern aktualisiert werden. Der Hintergrund für die Kinderreisepass-Abschaffung liegt unter anderem an internationalen Sicherheitsstandards, da diese Dokumente keinen elektronischen Chip enthielten und von einigen Ländern ohnehin nicht mehr vorbehaltlos akzeptiert wurden.

Welche Dokumente brauchen Kinder jetzt für den Urlaub?

Da es den unkomplizierten Kinderreisepass als Universallösung nicht mehr gibt, stehen Eltern vor Reiseantritt nun vor exakt denselben Optionen wie erwachsene Reisende. Es gibt für Kinder von null bis zwölf Jahren künftig zwei Reisedokumente zur Auswahl, die je nach Reiseziel beantragt werden müssen:

  • Der Personalausweis für Kinder: Planen Sie einen Urlaub innerhalb der Europäischen Union (EU) oder im Schengen-Raum (wie beispielsweise Spanien, Italien, Griechenland oder Kroatien), reicht in der Regel ein normaler deutscher Personalausweis aus. Dieser kann auch für wenige Monate alte Babys problemlos beantragt werden. Die Kosten liegen bei 22,80 Euro.
  • Der elektronische Reisepass (ePass): Möchten Sie in Länder außerhalb der EU verreisen (zum Beispiel in die USA, nach Asien, Ägypten oder Großbritannien), wird ab sofort zwingend ein standardisierter, biometrischer und elektronischer Reisepass (ePass) benötigt. Dieser verfügt über einen Sicherheitschip und kostet aktuell 37,50 Euro für Personen unter 24 Jahren.

Achtung bei aktuellen Ausweisen: Reisedokumente richtig prüfen!

Viele Eltern atmen zunächst auf, wenn Sie einen Blick in die Schreibtischschublade werfen und feststellen, dass der alte Kinderreisepass formell noch bis zum Ende der Sommerferien gültig ist. Denn: Bereits ausgestellte Kinderreisepässe behalten bis zu ihrem Ablaufdatum grundsätzlich ihre Gültigkeit.

Doch hier lauert eine gefährliche Falle für den Urlaub! Nach den gesetzlichen Vorgaben müssen Ausweisdokumente jederzeit eine eindeutige Identifikation der Person ermöglichen. Da sich das Gesicht von Säuglingen und Kleinkindern innerhalb weniger Monate extrem verändern kann, kann ein Grenzbeamter feststellen, dass das Passfoto nicht mehr mit dem Aussehen des Kindes übereinstimmt. Das Dokument wird dann automatisch unbrauchbar. Es gibt etliche Fälle, in denen Passagieren allein wegen eines stark abweichenden Babyfotos am Flughafen das Boarding verweigert wurde. Prüfen Sie daher genau, ob Ihr Kind auf dem damaligen Bild noch problemlos erkennbar ist. Wenn nicht, müssen Sie trotz gültigem Enddatum aktiv werden.

Smartphone zeigt erfolgreiche Behördentermin für neuen Reisepass für Kinder

Der organisatorische Haken: Wochenlange Wartezeiten auf Ämtern

Hier zeigt die Kinderreisepass-Abschaffung in der Praxis ihr hässlichstes Gesicht: Während Sie früher wenige Tage vor dem Flug ins Bürgerbüro spazieren konnten und das Dokument sofort mitgenommen haben, sieht die Realität nun grundlegend anders aus. Da alle Kinder ab sofort reguläre Personalausweise oder elektronische Reisepässe benötigen, werden diese Ausweise nicht mehr vor Ort gedruckt. Sie müssen, genau wie bei Erwachsenen, von der Bundesdruckerei im fernen Berlin angefertigt werden.

Das bedeutet: Die Produktions- und Lieferzeit für einen elektronischen Reisepass oder Ausweis beträgt momentan mindestens vier bis sechs Wochen. Rechnet man den Versand und die behördliche Bearbeitung hinzu, schrumpft Ihr Zeitfenster vor dem Ferienbeginn rapide zusammen. Und als wäre das nicht schon frustrierend genug, stoßen Familien im Vorfeld auf das noch viel größere Problem: Die Die Terminbuchung im städtischen Bürgerbüro.

In nahezu allen deutschen Großstädten – sei es Köln, Düsseldorf, Frankfurt oder München – sind die Bürgerämter maßlos überlastet. Online-Buchungsportale der Kommunen zeigen über Monate hinweg rote Felder und die gefürchtete Meldung „Aktuell sind keine Termine mehr verfügbar“. Für stark beschäftigte Elternteile grenzt es an ein Lotteriespiel, stundenlang die F5-Taste zu drücken, um zufällig einen stornierten Termin für den Nachwuchs zu ergattern.

Der Terminbuchungsassistent Terminli: So rettest du den Familienurlaub

Wenn die Zeit tickt, die Dokumente ablaufen und das Bürgeramt ausgebucht ist, steigt die familiäre Panik. Genau für diese aussichtslosen Hürdenlauf wurde der digitale Terminbuchungsassistent Terminli entwickelt. Terminli übernimmt die nervenaufreibende, zeitraubende Suche nach dem perfekten Behördentermin für Sie – vollautomatisch, seriös und rasend schnell.

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Fazit: Den elektronischen Reisepass für Kinder rechtzeitig planen

Die Kinderreisepass-Abschaffung zwingt Eltern seit 2024 unweigerlich dazu, Reiseplanungen strategischer anzugehen. Der schnelle Gang auf das Amt am Tag vor dem Abflug gehört der Vergangenheit an. Rechnen Sie eine Bearbeitungszeit in der Bundesdruckerei von rund sechs Wochen fest ein und kümmern Sie sich umgehend um einen Termin auf dem Amt. Schieben Sie dieses Vorhaben nicht auf, wenn der Pass Ihres Kindes droht ungültig zu werden, und nutzen Sie clevere Assistenten wie Terminli, um wochenlange Klick-Frustrationen auf städtischen Buchungsseiten zu überspringen.

Gebühren, Fristen & Unterlagen-Checkliste 2026 für das Bürgeramt vor Ort

Ob neuer Personalausweis, biometrischer Reisepass, Wohnsitz-Ummeldung nach einem Umzug oder ein behördliches Führungszeugnis: Damit dein Besuch im Bürgerbüro vor Ort ohne Nachreichen von Dokumenten klappt, findest du hier alle aktuellen Gebühren und gesetzlichen Vorgaben für 2026:

Dienstleistung im Bürgeramt Amtliche Gebühr (2026) Erforderliche Original-Unterlagen & Fristen
Personalausweis (ab 24 Jahren / unter 24 Jahren) 37,00 € (ab 24 J.)
22,80 € (unter 24 J.)
Bisheriger Personalausweis oder Reisepass, 1 aktuelles biometrisches Lichtbild (digital per QR-Code oder am Selbstbedienungsterminal im Amt), bei Erstantrag Geburtsurkunde.
Biometrischer Reisepass (ePass) 70,00 € (ab 24 J.)
37,50 € (unter 24 J.)
Bisheriges Ausweisdokument, biometrisches Lichtbild; persönliches Erscheinen zur Fingerabdruck-Aufnahme zwingend vorgeschrieben (Lieferzeit ca. 4–6 Wochen).
Express-Reisepass (3–4 Werktage) + 32,00 € Zuschlag
(102,00 € bzw. 69,50 €)
Bisheriger Ausweis/Pass und biometrisches Lichtbild. Ideal, wenn die Reise bereits in wenigen Tagen startet.
Vorläufiger Personalausweis / Reisepass 10,00 € (Ausweis)
26,00 € (Reisepass)
Wird bei nachgewiesener Dringlichkeit (z. B. Flugticket) sofort im Termin zum direkten Mitnehmen ausgestellt.
Wohnsitz anmelden / ummelden (§ 17 BMG) Kostenlos (0,00 €) Gesetzliche Frist: 14 Tage nach Einzug! Erforderlich: Ausweise/Pässe aller umziehenden Personen sowie die vom Vermieter/Eigentümer unterschriebene Wohnungsgeberbestätigung (§ 19 BMG).
Führungszeugnis / Meldebescheinigung 13,00 € (FZ)
9,00 € (Meldebesch.)
Gültiger Personalausweis oder Reisepass; bei behördlichem Führungszeugnis (Belegart O) Verwendungszweck und Behördenanschrift mitbringen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Behördentermin

Welche Frist gilt für die Wohnsitz-Ummeldung im Bürgeramt vor Ort?

Nach § 17 Abs. 1 Bundesmeldegesetz (BMG) musst du deinen neuen Wohnsitz vor Ort innerhalb von 14 Tagen nach dem tatsächlichen Einzug anmelden. Wichtigstes Pflichtdokument neben deinem Personalausweis und Reisepass ist die vom Vermieter unterschriebene Wohnungsgeberbestätigung (§ 19 BMG) – der Mietvertrag allein reicht nicht aus.

Was kostet ein neuer Personalausweis oder Reisepass vor Ort im Jahr 2026?

Die Gebühren sind bundeseinheitlich festgelegt: Ein Personalausweis kostet 37,00 Euro für Antragsteller ab 24 Jahren (22,80 Euro unter 24 Jahren). Ein regulärer biometrischer Reisepass kostet 70,00 Euro ab 24 Jahren (37,50 Euro unter 24 Jahren), ein Express-Reisepass (Lieferung in 3–4 Werktagen) kostet 32,00 Euro Aufpreis.

Kann ich im Bürgeramt vor Ort meinen Ausweis für eine andere Person abholen?

Während die Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses wegen der Unterschrift und Fingerabdrücke immer persönlich erfolgen muss, kann die spätere Abholung des fertigen Dokuments in der Regel mit einer schriftlichen Abholvollmacht und den Ausweisen beider Personen durch eine Vertrauensperson erledigt werden.

Wie findet Terminli kurzfristig freie Termine beim Bürgeramt vor Ort?

Im Buchungssystem vor Ort werden täglich kurzfristig abgesagte Termine (Storno-Slots) sowie Zusatzkontingente freigeschaltet, die binnen Sekunden wieder vergeben sind. Terminli überwacht das Portal rund um die Uhr und bucht das nächste freie Zeitfenster an deinen Wunschtagen vollautomatisch auf deinen Namen.
✔ Fachlich & redaktionell geprüft (Stand 2026) Autor: Terminli Redaktion

Alle Angaben zu Fristen, Pflichtdokumenten und Verwaltungsgebühren in diesem Behörden-Ratgeber wurden durch die Terminli Fachredaktion anhand der geltenden bundesweiten Rechtsgrundlagen (§ 17 BMG, PAuswG, PassG, GebOSt, FZV, FeV, AufenthG & StAG) sowie der offiziellen kommunalen Bürgerservice-Richtlinien sorgfältig recherchiert und laufend aktualisiert.

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